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When this happens, it's usually because the owner only shared it with a small group of people, changed who can see it or it's been deleted.
Wer sich schon gewundert hat, wo denn die Sichtbarkeit unsere Bündnis Kultur bleibt: wir konnten ja erst mit dem Erreichen unserer Unterschriften ernsthaft ins Campaigning einsteigen. Umso grösser ist unsere Freude jetzt, wo wir verkünden können, dass unsere Plakat-und Öffentlichkeitskampagne HEUTE startet. Hier das erste Motiv - vielen werden in den nächsten Tagen folgen
📣 Podiumsdiskussion mit Stadtratskandidat*innen in München
Im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 organisiert die Initiative Aktiv und Bunt, die auch im Migrationsbeirat vertreten ist, eine offene Podiumsdiskussion mit Stadtratskandidat*innen mit Migrationsbiografie.
🎙️ Inhalte der Podiumsdiskussion:
• Vorstellung von Stadtratskandidat*innen mit Migrationsbiografie aus verschiedenen Parteien sowie der politischen Ausrichtungen und Ziele ihrer Parteien
• Austausch zu aktuellen Themen rund um Migration, Flucht, politische Teilhabe und die Rolle von Migrant*innen in der Stadtpolitik
• Schaffung eines überparteilichen, neutralen und respektvollen Diskussionsraums
• Möglichkeit für Teilnehmende, Fragen zu stellen und direkt mit den Kandidat*innen ins Gespräch zu kommen
(Fragen können vorab online auf Deutsch und Englisch eingereicht werden)
🗣️ Ziel der Veranstaltung:
Ein offener und konstruktiver Dialog, bei dem Bürgerinnen ihre Fragen direkt an die Kandidatinnen richten können.
📅 Datum: Freitag, 6. Februar 2026
⏰ Uhrzeit: 18:00 – 21:00 Uhr
📍 Ort: Kulturzentrum Trafo (Saal Neuhausen)
Nymphenburger Straße 171a, 80634 München
💶 Eintritt: Kostenlos
🔎 Weitere Informationen & Online-Fragen:
🔗 www.in-muenchen.de/events/stadtratskandidaten-mit-migrationsbiografie.html
🔗 aktiv-bunt.de/landingpage/
Vor 6 Jahren war ich Bürgermeisterkandidat für die Linke. Auf einer Kandidat*innen-Debatte hab ich folgendes Statement zu meiner Motivation abgegeben. Der Beitrag ist erstaunlich zeitlos und erklärt so ganz nebenbei, warum ich jetzt mit dem Bündnis Kultur, Kunst, Bildung & Soziales erneut für den Stadtrat kandidiere. Der einzige Unterschied: ich hab im Stadtrat während dieser 6 Jahre mehrere Belege dafür gesammelt, dass "mein" Ansatz funktioniert. Und deswegen möchte ich ihn gerne weiterführen, gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlich engagierten Personen. Und natürlich möchte ich das was ich gelernt habe, an unser Kollektiv weitergeben und somit unseren Selbstermächtigungsprozess stärken.
#kommunalwahlmünchen2026 #bündniskultur #unkürzbar
#kommunalwahlmünchen2026 #bündniskultur #unkürzbar
Wir brauchen EUCH! ✍️ ✍️ ✍️
1000 Unterschriften bis zum 19. Januar - Damit wir am 8. März zur Wahl antreten können!
Kultur schafft Zukunft!
#bündniskultur #kommunalwahlmünchen2026 #unkürzbar
Noch bis zum 19.1.: bitte unterstützt den Selbstermächtigungsprozess der Münchner Kulturschaffenden und unterschreibt für das Bündnis Kultur!
Kultur inspiriert für das was sein soll und interveniert in das was ist.
Unterstützt die Zulassung des Bündnis Kultur bei der Münchner Kommunalwahl durch Eure Unterschrift: noch bis 19.1. 12 Uhr bei KvR, Stadtinformation (Marienplatz) oder in einer Bezirksinspektion.
Damit München genau so inklusiv, divers und vielsprachig bleibt wie seine Kunst- und Kulturszene!
#unkürzbar #bündniskultur #kommunalwahlmünchen2026
Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung und Gegendarstellung/Richtigstellung
Während im Gaza-Streifen Hunderttausende von Menschen ausgehungert werden sollen, schweigt nicht nur die deutsche Regierung, sondern gibt es zudem leider auch eine mediale Berichterstattung, die nicht mit journalistischem Anspruch Geschehnisse einordnet, sondern bedenkliche und falsche Narrative stärkt, also das Gegenteil von dem tut, was qualitativen Journalismus ausmacht - ich beziehe mich auf den Artikel von Thomas Radlmaier in der SZ vom 25.7. (digital) über meinen öffentlichen Austritt aus München ist bunt.
Ich hatte mich bewußt für diese Form des Austrittes mit einer öffentlichen Stellungnahme entschieden, weil wir dringend eine andere Form der öffentlichen Debatte, des Miteinanders in unserer Stadt und der Wahrnehmung der Kriege benötigen, die derzeit von der israelischen Regierung ausgetragen werden.
Herr Radlmaier hat mir dazu per Mail lediglich 2 Nachfragen gestellt: was ich unter "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" verstünde und wann ich bei München ist bunt eingetreten bin.
Ich hatte ergänzend aber noch mehr geschrieben, damit es eben NICHT zu einer falschen Einordnung meines Statements kommt:
Ich hatte zum einen darauf hingewiesen, dass an der Demonstration für ein Ende des Krieges in Gaza (!!!!) auch jüdische Mitbürger*innen teilgenommen haben, teilweise mit Kippa und/oder mit Schildern wie "Jews against Genocide" (siehe Foto im Anhang).
Statt dessen wird durch den Artikel der Eindruck erweckt, es habe sich um eine "islamistische Demonstration" gehandelt.
Hier wurde gezielt falsch informiert, bzw nicht recherchiert, indem ein Slogan "militanter Islamisten" zitiert wird, der aber auf der Demonstration nicht gerufen wurde, sondern in einem Querverweis einer Stellungnahme von RIAS vorkommt. Das ist absolut unseriös - ich würde nie an einer "islamistischen Demonstration" teilnehmen und schon gar nicht, diese rechtfertigen.
Ich hatte zudem darauf hingewiesen, dass ich eine Gegenkundgebung an der Synagoge als "opponierende Meinung" natürlich für okay gefunden hätte, und dass ich den Vorwurf der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" aus dem Aufruf zum "Schutz der Synagoge" (!) ableite, weil das Nahe legt, die Synagoge solle angegriffen werden oder wäre gefährdet.
Ich habe zudem klargestellt, dass sich der Vorwurf nicht an die Teilnehmenden der Menschenkette richtet, sondern nur an München ist bunt, dessen Aufruf genau diesen Eindruck erweckt.
Und ich habe geschrieben, dass in dem allgemeinen "Diskussionsklima" auch verstehen kann, wenn Jüd*innen verunsichert sind oder sich fürchten (genauso wie Menschen, die den Krieg ablehnen, sich das aber nicht sagen trauen).
Dass eine zivilgesellschaftliche Organisation deswegen nicht polarisieren, sondern versöhnen und Dialog organisieren soll und dass das für unseren zweiten Bürgermeister erst recht gilt.
Haupkritikpunkt meines Anstosses zur Diskussion war in diesem Kontext das Gebaren von Micky Wengatz und Dominik Krause - die beiden Vorstände von München ist bunt - die aber auch Stadtpolitiker*innen sind und von denen ich erwarte, dass sie dieses schwierige Thema mit mehr Fingerspitzengefühl und Empathie angehen und eben nicht falsche Behauptungen aufstellen und damit Ängste schüren sollten.
Zu guter Letzt hatte ich auch noch meine Telefonnummer angegeben, für ein Gespräch und Nachfragen.
Diese hat Herr Radlmaier nicht in Anspruch genommen und statt dessen aus verschiedenen Stellungnahmen einen Artikel zusammengeschustert, der weiterhin suggeriert, Kritik am Krieg oder an der israelischen Regierung sei gegen jüdische Menschen im Allgemeinen gerichtet (und damit automatisch "antisemitisch"). Im Artikel wird dann auch noch Ludwig Spänle zitiert, der noch vor einem Jahr bei einem Besuch im Münchner Migrationsbeirat explizit gesagt hatte, Kritik an der Regierung Israels sei legitim und nicht per se antisemitisch. Jetzt wo dieser brutale Krieg in seine finale Phase kommt, will Herr Spänle das offensichtlich nicht mehr so sehen und der besagte Artikel schildert auch mitnichten GENAU DIESEN KERNKONFLIKT, sondern reiht sich in der Gesamtaussage in dieselbe Erzählung ein, dass Palästinenser*innen die gegen diesen Krieg auf die Strasse gehen, sich zwangsläufig "gegen Juden" richten oder diese bedrohen.
Ebenfalls falsch und nicht selbst recherchiert ist die Behauptung, die Demo sei in Sichtweite der Synagoge gewesen.
Herr Radlmaier, nehmen sie mal eine Kamera und laufen einmal um den Jakobsplatz so wie die Demoroute war, dann ist diese Behauptung sofort widerlegt.
Es gab lediglich einen Sichtkontakt zu ca 5 Personen, die nicht in der Menschenkette waren, sondern sich direkt an den Strassenrand neben die Demonstration gestellt haben.
Und nicht einmal hier kam es zu verbalen Auseinandersetzungen. Die Demonstration hatte ja das Ziel, den Krieg im Gaza-Streifen zu thematisieren und nicht das jüdische Leben in München.
Ich lege diesem Leserbrief auch noch ein Flugblatt bei, das auf der Demonstration verteilt wurde - bitte arbeiten Sie mit Fakten und nicht mit Nacherzählungen die nicht verifiziert wurden!
Und noch ein journalistischer Handwerksfehler: Herr Radlmaier schreibt (richtigerweise) dass ich am CSD mit einem Wassermelonen-Outfit unterwegs war. Diese Information kam nicht von mir, sondern mutmasslich aus dem Umfeld von München ist bunt. Von einem korrekt arbeitenden Journalisten hätte ich erwartet, dass das eine Nachfrage auslöst. Hat es aber nicht; wird einfach nur am Anfang des Artikels erwähnt und damit geht die Absicht der erzählenden Person vollständig auf, mich dem "palästinafreundlichen" Lager zuzuordnen, und in der Konsequenz meine Argumente anders einzuordnen.
Ich schicke Ihnen hier noch ein Foto dazu, das ein wesentliches Detail zeigt, welches bei so einer "Lagerzuordnung" geflissentlich ignoriert wird:
Ja, ich habe mich für einen Wassermelonen-Outfit entschieden, da auf dem CSD keine palästina-solidarischen Gruppen erlaubt waren. Auf Kritik daran kommt dann in der Regel der Bezug auf Hamas und ob einem nicht klar sei, dass Schwule dort ermordet würden.
Palästinenser*innen sind jedoch genauso vielfältig wie jedes andere Volk und in der Mehrzahl keineswegs fanatische Hamas-Anhänger. Und: ich habe mehrere queere Palästinenser*innen in meinem Freundeskreis, die deswegen pauschalisiert ausgeschlossen wurden und deren queere Identität mißachet wurde.
Diesen Menschen wollte ich mit dem Wassermelonen-Outfit Sichtbarkeit und Gehör verleihen. Ich habe dafür Drag als Kunstform gewählt, wie auch schon bei meiner Rede vor 2 Jahren im Stadtrat. Weil Drag viele Facetten hat und oft mit einem Schmunzeln auf bestimmte Dinge spielerisch hinweisen kann. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, den alle Kritiker*innen geflissentlich übersehen: ich hatte während der gesamten Parade auch noch eine Regenbogenfahne, auf der auf arabisch "Salam" - also Frieden - stand.
Ich ordne mich nämlich keinesfalls irgendeinem Lager zu. Nur deswegen kann ich für mich selbst glaubwürdig an einem Tag an einer Menschenkette vor der Synagoge teilnehmen - was ich wie im offenen Brief geschrieben schon mehrfach gemacht habe - und an einem anderen mit einer gegen den Gaza-Krieg gerichteten und in diesem Sinne palästina-solidarischen Demonstration mitlaufen. Das einzige "Lager", dem ich mich zuordne ist: das bedingungsloses Einstehen für die Menschenrechte von ALLEN!
Wir haben nämlich aus dem Holocaust zwei Lehren gezogen (auch das hab ich Herrn Radlmaier geschrieben):
1. dass jüdisches Leben besonders zu schützen ist
2. dass Menschenrechte universell sind und jederzeit und überall für ALLE gelten (alle grundsätzlichen Menschenrechtsvereinbarungen der Völker sind eine direkte Konsequenz aus den Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus).
Es darf keine Doppelstandards geben: die menschenverachtende, Völker- und Kriegsrecht brechende Art und Weise wie das in Teilen rechtsextreme Kabinett rund um Benjamin Nethanjau den Krieg führt ist bedingungslos zu verurteilen. Das bezieht sich natürlich auch auf die Angriffe des Libanon, Iran und Syriens. Hier wird kein Frieden beabsichtigt, sondern ein Flächenbrand ausgelöst. Was man auch an der progromartigen Situation in Westbanks und Westjordanland ablesen kann, wo rechtsradikale Siedler*innen regelmässig und ungebremst palästinensische Einwohner*innen angreifen und teilweise brutal ermorden: laut einem Monitor-Bericht fanden dort allein im laufenden Jahr 740 Angriffe auf Häuser, Schulen, Felder und Wasserquellen statt, mit 153 Toten durch Siedlergewalt oder israelische Streitkräfte und über 2300 Vertreibungen.
Wer zu alledem schweigt macht sich nicht nur mit schuldig, sondern hat aus der deutschen Geschichte nichts gelernt.
















